Das Putzkauer Jagdschloss - eine 100jährige Geschichte

mit freundlicher Unterstützung von

Axel Mehnert
01877 Putzkau
Schenkhäuserstr.14
Tel:     03594/703309
Mobil: 0172/3668987

Elektro Mehnert
01877 Putzkau
Schenkhäuserstr. 14
Tel./Fax 03594-700395

Frau 
Monika Unrath 
(Bilder)

 

Zur Entstehung

Um die Jahrhundertwende erbaute der Großvater des heutigen Grafen Wilderich von Schall - Riaucour das Jagdschloss. Fragt man nach der genauen Entstehung, so erfährt man manch wundersame Geschichten ... ... auf einer Jagd auf Putzkauer Flur soll die Verlobte des Grafen einen Bock geschossen haben und genau an dieser Stelle ließ der Graf ihr zu Ehren um 1904 ein Blockhaus aus Schwedischen Schiffsplanken errichten. In diesem soll die junge Gräfin Jahre später - fernab vom dörflichen Treiben - ihre Kinder zur Welt gebracht haben.

042002_1
 

1950_4

Wohnraum, Ferienlager und Schulungsheim 
1945 - 1990

Nach der Enteignung 1945 wurde jeder Wohnraum benötigt und so zogen einfache Leute in das gräfliche Blockhaus. Bis 1958 wohnte eine Familie Nafrath darin. Ab 1958 übernahm die LPG Schmölln das Jagdschloss. Diese veranlaßte den Anbau des Längstraktes mit Küche und Heizhaus und die Installation von elektrischem Licht. Bis 1965 wurde es unter Leitung eines Herrn Erich Kraus als Ferienlager für Kinder von LPG - Angehörigen genutzt. Nun bestanden neben dem Forsthaus Klunker und der Hübelschänke drei Ferienlager in nächster Nähe.

Nach 1965 ging es an Ohorn ( im Verbund mit der LPG ) und wurde ein Schulungsheim. 1972 erfolgte die Übernahme durch das Kraftwerk Vetschau als Ferienheim. Vom 01. April 1977 bis 30. März 1990 wurde es als Ferienheim und Gaststätte von Familie Unrath aus Neukirch bewirtschaftet. Welche im Wesentlichen mit einer Sammlung von ausgestopften Tieren, Geweihen und Fellen - größtenteils Geschenke von einkehrenden Förstern - zur Wanddekoration des Gastraumes beitrugen.
   
Heutige Nutzung

Ab 01. April 1990 bis Dezember 1992 leitete die ehemalige SED - Kreischefin Frau Strugalla das Jagdschloss, welches daraufhin von der Bevölkerung liebevoll das " Gasthaus zur Roten Henne " genannt wurde. In diesen zwei Jahren war bei Tagungen - bedingt durch die abgelegene Lage - hohe Staatsprominenz anwesend, so zum Beispiel Gregor Gysi Parteivorsitzender der PDS ( SED - Nachfolgepartei ). Schon zu " Zonenzeiten " fanden im Jagdschloss Tagungen des " RGW " - Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe - ( Vereinigung der Ostblockstaaten ) statt. Zu diesem Zwecke lag ein " heißes " Telefonkabel, dessen Verlauf niemand kannte, bis ins Jagdschloss.

baujagds

um1990

Im Oktober 1998 erfolgte der Rückkauf durch den rechtmäßigen Besitzer Graf Wilderich von Schall - Riaucour, mit 7000m² Grund und Boden. Anschließend erfolgten umfangreiche Baumaßnahmen. Bei diesen Arbeiten wurde der Elektro Hausanschluss von der Firma Elektro - Mehnert aus Putzkau umgelegt. Es sollten eine Einliegerwohnung, ein Forstamtsbüro, sowie eine Waldarbeiterunterkunft für gelegentliche Nutzung entstehen und als Ferienhaus für den Grafen Verwendung finden. Am 25. Februar 2000 zog der Oberförster des Grafen T. Arnold mit seiner Frau in die Einliegerwohnung ein. Nach nunmehr zwei Jahrzehnten der Gastronomie blieb das Jagdschloss hinter einem hohen Zaun für die Öffentlichkeit verschlossen.

 

Einen Kommentar verfassen

Als Gast kommentieren

0
Deine Kommentare erfordern die Moderation durch den Administrator
Nutzungsbedingungen.

Personen in dieser Konversation

  • Der Post erinnert mich an meinen Kamerad Herbert. Der hat auch alle Tage über Dinge wie Verfahrenstechnik, Kugellager oder auch Das Jagdschloß zu Putzkau, worüber ihr an dieser Stelle schreibt, geredet.Meinereiner wird ihm den Artikel mal forwarden. Auf jeden Fall danke und macht weiter auf diese Weise!

    Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 3 Jahren von Administrator
   
© ALLROUNDER